Der Parson Russell Terrier

Inhaltsverzeichnis

Der Terrier im Allgemeinen

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Terrier gehören zu den kleinen bis mittelgroßen Hunderassen und wurden ursprünglich als Jagdhunde gezüchtet. Die Bezeichnung Terrier leitet sich aus dem französischen Begriff „terre“ ab, was „Erde“ bedeutet. Der Name der Hunderasse bezieht sich auf dieTätigkeit als Jagdhunde. Durch ihre kompakte Körpergröße waren sie ideal dafür geeignet, Füchse und Dachse aus dem Bau zu treiben. Außerdem verfügen sie über eine hohe Ausdauer und sind sehr gehorsam. Inzwischen werden Terrier nicht mehr ausschließlich als Jagdhunde gezüchtet, sondern werden häufig auch als Familienhunde gehalten. Durch ihr familienfreundliches Wesen sind sie dafür auch prädestiniert. Der Jagdtrieb ist der Hunderasse nach wie vor erhalten geblieben und sie haben ein großes Bedürfnis, sich aktiv zu bewegen. Die Größe des Terriers ist abhängig von seiner Zuchtlinie und kann stark variieren.

Terrier ist nicht gleich Terrier

Im Laufe der Jahre haben sich durch Kreuzungen und Züchtungen viele verschiedene Terrierarten herausgebildet. Nicht alle sind bei der FCI anerkannt, dennoch gelten sie als Rassehunde. Zu den bekanntesten kleinen Terrierarten gehören beispielsweise der Yorkshire-Terrier und der West Highland White Terrier sowie der Jack Russel und der Parson Russel Terrier. Vor allem Jack Russel und Parson Russel wurden und werden als Jagdhunde gezüchtet. Der Yorkshire-Terrier wurde dagegen durch seine geringe Größe gerne zur Rattenjagd eingesetzt. Die mittelgroßen Terrierarten, die besonders bekannt sind, sind der Staffordshire Terrier und der Bullterrier. Der Bullterrier verfügt über ein besonders sanftes Wesen und ist sehr geduldig und sozial. Er wurde früher häufig zum Schutz der Familie ausgebildet und ist vor allem in England bis heute als Familienhund sehr beliebt. Die Terrierarten unterscheiden sich teilweise deutlich voneinander. Nicht nur im Körperbau, sondern auch im Wesen gibt es deutliche Unterschiede.

Auch heute noch für die Jagd geeignet

Der Terrier ist einer der bekanntesten Jagdhunde. Seine Größe und seine Ausdauer haben ihn schon immer zu einem idealen Begleiter gemacht. Bei der Zucht wurde viel Wert darauf gelegt, dass die Terrier robust sind und nicht zu groß werden, damit sie in die Bauten von Füchsen und Dachsen hineinkommen. Die Aggressivität sollte jedoch nicht zu stark ausgebildet sein. Der Jagdtrieb sollte sich darauf beschränken, dass der Terrier die Tiere lediglich treiben, nicht jedoch beißen und töten möchte. Bis heute gehören die Terrier noch immer zu den beliebtesten Jagdhunden. Auch wenn sie immer häufiger einen Platz als Familienhund einnehmen, so setzen Jäger auch weiterhin auf die Terrier bei der Jagd. Der Parson Russel Terrier liegt hier besonders weit vorne, denn diese Terrierart versteht sich besonders gut mit Pferden, was eine Zusammenarbeit der Tiere vereinfacht

Der Terrier braucht Bewegung

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Die Entscheidung für einen Terrier fällt meist leicht. Die Hunde sind familienfreundlich, gehorsam und treu ergeben. Es sollte jedoch nie vergessen werden, dass ein Terrier viel Bewegung benötigt. Dies ist unabhängig von der ausgewählten Art. Der Parson Russel Terrier ist genauso bewegungsfreudig wie der Yorkshire Terrier. Zudem handelt es sich um sehr intelligente Tiere, die immer wieder gefordert werden möchten. Wichtig ist ebenfalls der soziale Anschluss an die Familie. Terrier geben sich ihrem Rudel völlig hin, benötigen jedoch viel Zuwendung und Zeit. Lange Spaziergänge, viel Auslauf und ausreichend Zeit, um mit dem Terrier zu spielen und zu kuscheln sind die Voraussetzungen für den Terrier.

Der Parson-Russell-Terrier

Der Parson Russell Terrier gehört zu den kleinen bis mittelgroßen Hunderassen. Die Weibchen erreichen eine Schulterhöhe von bis zu 33 cm, ein Rüde kann bis zu 36 cm groß werden. Das Gewicht des Parson Russell liegt zwischen 6 und 9 Kilo und sollte die Untergrenze von 6 Kilo und die Obergrenze von 9 Kilo nicht unter- bzw. überschreiten. Die Rute eines Parson Russel Terriers ist hoch angesetzt und die Ohren kippen in der Regel immer nach vorne. Die Körperform des Parson Russell erinnert an ein kurzes Rechteck. Ein Hauptrassemerkmal des Parson Russell ist der Brustkorb. Er lässt sich problemlos mit beiden Händen umspannen, da der Terrier sehr schmal gebaut ist.

Es werden zwei Haartypen dieser Rasse gezüchtet – rauhaarige und glatthaarige Terrier. Bei jeder Züchtung ist die Fellfarbe eines Parson Russels im Grundton immer weiß. Bei der Züchtung sind jedoch auch gelbe, schwarze und rotbraune Abzeichen im Fell erlaubt, das Fell darf jedoch nicht gestromt sein.

Der FCI Rassenstandard

Ein reinrassiger Parson Russell Terrier muss die Bedingungen des FCI Rassestandards erfüllen, damit er tatsächlich als reinrassig gilt. Das ist Voraussetzung für die Zucht.
Beim FCI Rassestandard für den Parson Russell Terrier handelt es sich um den Standard Nr. 339 vom 28.11.2003. Er ist seit April 2004 gültig.

Im FCI Rassestandard wird als Herkunftsland des Parson Russell Terriers Großbritannien festgelegt, denn dort wurde er erstmalig gezüchtet. Der Parson Russell Terrier wird in Gruppe 3 als Terrier der Sektion 1 – hochläufiger Terrier mit Arbeitsprüfung – klassifiziert.

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Als allgemeines Erscheinungsbild werden die Eigenschaften arbeitsfreudig, lebhaft, wendig, schnell und ausdauernd sowie ein ausdauernder und flexibler Gesamteindruck vorgeschrieben. Narben, die ehrenvoll erworben wurden, sind zulässig. Zu den wichtigen Proportionen zählt, dass der Parson Russell Terrier harmonisch gebaut ist und die Gesamtlänge des Körpers geringfügig über der Höhe vom Widerrist zum Boden liegt. Die Nasenspitze sollte zum Stopp etwas geringer entfernt sein als das Hinterhauptbein vom Stopp.

Der Parson Russell Terrier wird als Gebrauchsterrier charakterisiert, der vom Körperbau und seinen Fähigkeiten her in der Lage ist, im Bau und in der Jagdmeute zu arbeiten. Sein Wesen wird als unerschrocken und freundlich beschrieben.

Im FCI Rassestandard werden die äußeren Eigenschaften des Parson Russell Terriers beschrieben. Danach sollte er einen flachen, mäßig breiten Schädel haben, der zu den Augen hin allmählich schmaler wird. Er hat einen flachen Stopp und eine schwarze Nase. Der Kiefer ist kräftig und muskulös. Der Parson Russell Terrier hat ein regelmäßiges und vollständiges Scherengebiss. Die obere Schneidezahnreihe muss ohne Zwischenräume über die untere greifen. Die Zähne müssen senkrecht im Kiefer stehen.

Die dunklen, mandelförmigen Augen sind ziemlich tiefliegend. Sie müssen einen leidenschaftlichen und durchdringenden Ausdruck haben. Die Ohren werden dicht am Kopf getragen, sind klein, V-förmig und fallen nach vorn. Die Spitze der Ohren muss bis zum Augenwinkel reichen, die Falte unter dem höchsten Punkt des Schädels liegen. Die Ohrlappen sollten mäßig dick sein.

Der Hals ist muskulös, von guter Länge, klar umrissen. Zu den Schultern hin verstärkt er sich allmählich. Die Schultern sind lang und schräg, am Widerrist klar umrissen und liegen gut zurück. Die Läufe sind kräftig und gerade. Die Gelenke dürfen sich weder nach innen noch nach außen drehen. Die Ellenbogen liegen am Körper an und müssen an den Seiten frei beweglich sein.

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Der Brustkorb ist mäßig tief und darf nicht über die Ellenbogen reichen. Die Rippen dürfen nicht zu stark gewölbt sein. Hinter den Schultern muss der Brustkorb von zwei mäßig großen Händen umfasst werden können. Die Lenden sind leicht gewölbt. Der Rücken sollte kräftig und gerade und die Gesamtlänge des Körpers länger als die Schulterhöhe sein. Insgesamt muss der Parson Russell Terrier einen harmonischen Körperbau haben.
Die Hinterhand ist kräftig und muskulös, mit einer guten Winkelung. Das Kniegelenk muss eine gute Beugung haben, das Sprunggelenk tief stehen. Der Hintermittelfuß ist kurz und parallel, nur so kann er viel Schub bewirken.

Die Pfoten sind kompakt und haben widerstandsfähige, derbe Ballen. Sie dürfen weder nach innen noch nach außen gedreht sein.

Üblicherweise wird die Rute kupiert. Sie muss in der Länge zum Körper passen, um einen festen Zugriff mit der Hand zu ermöglichen. Sie ist mäßig hoch angesetzt, kräftig und gerade. In der Bewegung wird die Rute hoch aufgerichtet getragen.

Ist die Rute unkupiert, sollte sie eine mäßige Länge haben und so gerade wie möglich sein. Sie sollte am Ansatz dick sein und sich zum Ende hin verjüngen.


Gang und Bewegungen sollten frei, lebhaft und harmonisch sowie gerade im Kommen und Gehen sein. Das Haarkleid ist von Natur aus harsch, rau oder glatt, dicht und am Körper anliegend. Bauch und Unterseite sind behaart. Der Parson Russell Terrier muss eine dicke Haut haben, die locker anliegt. Der Parson Russell Terrier ist vollständig oder vorwiegend weiß. Er kann lohfarbene, gelbe oder schwarze Abzeichen und Kombinationen haben. Vorzugsweise sind die Abzeichen auf Kopf und Ansatz der Rute beschränkt.

Rüden haben eine ideale Widerristhöhe von 36 cm. Bei Hündinnen beträgt die ideale Widerristhöhe 33 cm. Zulässig ist ein Über- oder Untermaß von 2 cm.

Bestehen Abweichungen in den beschriebenen Punkten, so gelten sie als Fehler. Die Bewertung sollte im genauen Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen. Hunde mit deutlichen physischen Abnormitäten und Verhaltensstörungen sind zu disqualifizieren.
Die Hoden der Rüden müssen offensichtlich normal entwickelt sein und sich vollständig im Hodensack befinden. Die Lebenserwartung liegt bei 12 bis 16 Jahren.

Der Anschaffungspreis ist unterschiedlich und sollte zwischen 650,00 € und 1.000,00 € betragen.

Charakter des Parson Russell

Der Parson Russell gehört zu den besonders agilen und sportlichen Terrierarten. Er ist sehr aktiv und benötigt täglich viel Auslauf. Zudem verfügt der Parson Russell über eine hohe Intelligenz, ist freundlich und charmant und schließt sich problemlos an eine Familie an. Voraussetzung dafür, dass sich der Terrier wohlfühlt, sind regelmäßige Spaziergänge in der Natur. Der Parson Russell erkundet gerne seine Umgebung und ist sehr neugierig. Um dem Bewegungsdrang des Hundes gerecht zu werden, eignen sich Hundesportarten wie Agility oder Flyball.

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Eine große Rolle bei dem robusten Parson Russell spielt auch der Anschluss an die menschliche Familie. Allein sein ist nichts für den Terrier. Er möchte mit einbezogen werden und benötigt viele Streicheleinheiten. Fühlt sich der Parson Russell wohl, ist er der ideale Begleiter im Alltag.

Klein aber Fein

Der Parson Russell Terrier ist ein treuer Gefährte. Er ist seiner Familie treu ergeben und wird sie immer schützen. Wer sich die Zeit nimmt, seinen Parson Russell richtig zu erziehen und ihm ausreichend Zeit widmet, der wird mit dem Hund viel Freude haben. Der Parson Russell fordert seine Besitzer und möchte viel Auslauf. Er weiß aber auch kuschlige Abende auf der Couch zu schätzen. Der Parson Russel ist klein aber fein und ist ein echter Freund fürs Leben.


Aussehen

Zukünftige Hundehalter, die sich für die Rasse Parson Russell entscheiden, werden sich ein wunderschönes Familienmitglied ins Haus holen. Der kleine bis mittelgroße Hund überzeugt vor allem durch seinen treuen Blick. Besonders markant ist bei dem Parson Russell auch die Fellfarbe. Die Terrierart gibt es mit kurzem oder längerem Fell, das in seiner Grundfarbe immer weiß ist. Viele Parson Russells haben aber zusätzlich schwarzen, rotbraune oder gelbe Flecken. Auffällig sind auch die Ohren des Parson Russell, die stets nach vorne kippen und dem Hund so ein freundliches Aussehen verleihen. Die Rute sitzt bei dem Terrier besonders hoch und wird vom Hund immer frech getragen. Der Körperbau ist sehr kompakt, der Parson Russell sehr wendig und elegant in seinen Bewegungen.

Wie groß und wie schwer wird ein Parson Russell

Ein gesunder Parson Russell erreicht eine Größe zwischen 33 und 36 cm. Weibchen werden ca. 33 cm groß, Rüden können eine Größe von ca. 36 cm erreichen. Die Höhe eines Hundes wird immer als Schulterhöhe gemessen. Das Gewicht der Parson Russell Terrier liegt zwischen 6 und 9 Kilo. Gesunde Hunde sollten das Gewicht keinesfalls unter- oder überschreiten. Liegt ein Unterwicht des Hundes vor, so sollte unbedingt ein Tierarzt zurate gezogen werden

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Die Ursachen hierfür können sehr unterschiedlich sein. Falls der Parson Russell zu übergewichtig ist, sollte der Tierarzt den Hund untersuchen und eine Zucker- oder Schilddrüsen Krankheit ausschließen. Viel Bewegung und das passende Futter können das Übergewicht wieder reduzieren.

Wann ist ein Parson-Russell-Terrier ausgewachsen

Der Parson Russell Terrier erreicht eine Schulterhöhe von ca. 33 bis 36 cm in manchen Fällen auch 37 cm. Mit der Anschaffung eines Welpen bekommt der Halter die Gelegenheit, das Wachstum des Terriers zu verfolgen.In der Regel dauert es etwa 9 bis 12 Monate, bis ein Parson Russell Terrier ausgewachsen ist. Allerdings hat der Hund nach dieser Zeit lediglich die Körpergröße erreicht. Das Wachstum der Muskulatur beginnt meist erst mit dem Ende des ersten Lebensjahres.

Der Parson Russell hat seine endgültige Größe und Breite mit Abschluss seines ersten Lebensjahres erreicht. Es ist nicht möglich anhand der Größe der Pfoten oder dem Knochenbau zu sagen, wann genau ein Hund ausgewachsen ist. Allein der Tierarzt könnte die zu erwartende Größe des Hundes mit einer Untersuchung der Knochen bemessen, genau Angaben sind jedoch auch hier nicht möglich.

Woran erkenne ich, ob es ein Rüde oder ein Weibchen ist

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Wie bei allen Welpen ist das Geschlecht des Parson Russell Terriers auf den ersten Blick kaum zu erkennen. Am einfachsten lässt sich das Geschlecht des Hundes herausfinden, wenn man den Welpen sanft auf den Rücken dreht. Ist dann im unteren Bereich des Bauches ein Hoden- und Penisansatz erkennbar, handelt es sich um einen Rüden. Später wachsen die Hoden bei einem Rüden noch. Die Vagina beginnt dagegen bei dem Parson Russell Terrier unter dem After.

Gerade bei jungen Hunden ist es nicht immer leicht, das Geschlecht zu bestimmen. Der Züchter kann dabei helfen. Wer sich explizit für einen Rüden oder ein Weibchen entschieden hat, der sollte sich die Geschlechtsteile auch zeigen lassen.

Reinrassig oder Mischling

Wer sich nun in einen Parson Russell als Rasse verliebt hat, dem wird sich sicher bald die Frage stellen: Reinrassig oder ein Mischling? Ein reinrassiger Parson Russell Terrier sollte bei einem seriösen Züchter gekauft werden.Dort sind die Elterntiere, also Mutter und Vater, bekannt und können ebenfalls über Papiere ausgewiesen werden. Dadurch lässt sich der Stammbaum zurückverfolgen.

Ein Parson Russell Mischling können zukünftige Hundehalter in den meisten Fällen in einem Tierheim oder über eine seriöse Tierschutzorganisation finden. Bei solch einem Hund kann natürlich niemand genau etwas über die Herkunft der Eltern sagen. Dennoch sind Mischlinge genau so lieb, treu, anhänglich und müssen ebenso erzogen werden wie reinrassige Parson Russell Terrier auch. Am Ende muss das Herz entscheiden ob nun ein Mischling oder ein reinrassiger Hund in die Familie einzieht. Reinrassige Hunde gelten auch heute noch oft als Statussymbol und liegen preislich deutlich über einem Mischling.

Kurzhaar oder Rauhaarige

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Kurzhaar oder Rauhaar? Das ist nun die Frage!

Wer sich dafür entschieden hat, einen Parson Russell Terrier in die Familie zu holen, der stellt sich nun die Frage, ob er einen Kurzhaar oder einen Rauhaar nehmen soll. Außerdem ist beim Rauhaar Parson Russell noch die Wahl der Variation „Broken-coat“ möglich. Der Rauhaar Parson Russell verfügt weiter über einen „Bart“ im Gesicht, was ihn ein wenig markanter erscheinen lässt. Kurzhaarige und rauhaarige Parson Russell Terrier dürfen in der Zucht untereinander verpaart werden. Daher ist es nicht selten, dass in einem Wurf rauhaarige und kurzhaarige Welpen zusammenliegen. Selbst Züchter können nicht vorhersagen, welche Art des Haares die Welpen bekommen, auch dann nicht, wenn beide Elternteile aus der gleichen Kategorie stammen.

Erkennung erst nach ein paar Wochen möglich
Wenn die Welpen geboren wurden, kann selbst ein geübter Züchter erst nach ein paar Wochen die Art des Haares ausmachen. Ein sicheres Zeichen für einen Rauhaar Parson Russell, sind vereinzelte ziemlich lange weiße Haare, die gut sichtbar in die dunklen Flecken am Kopf oder Körper des Hundes hineinreichen. Ab der 5. Woche ist bei den meisten Welpen ein „Bartansatz“ zu erkennen, der nur bei Rauhaar Parson Russell Terriern auftaucht. Allerdings kann dieser „Bartansatz“ auch wieder verschwinden. Er ist daher keine Garantie für einen Rauhaar.

Selbst wenn ein Parson Russell Terrier Welpe als Kurzhaar eingestuft wurde, ist es in manchen Fällen nach der 8. Woche noch möglich, dass sich ein Rauhaar draus entwickelt. Erst nach der 8. Woche ist also klar, welche Haarlänge sich durchsetzt. Charakterliche Unterschiede gibt es hier keine. Was nun gefällt und was nicht, liegt immer im Auge des Betrachters. Am Ende hat doch jeder Hundehalter für sich den schönsten Hund auf Erden.

Für wen eignet sicher der Parson Russell Terrier

Der Parson Russell Terrier ist eine sehr agile, sportliche und unternehmungslustige Rasse. Menschen, die sich gerne bei jedem Wetter lange draußen aufhalten und ausgiebige Spaziergänge lieben, werden mit dem Parson Russell sehr viel Freude haben. Gemütliche und sehr ruhige Menschen, die eher die Müßigkeit lieben, sollten sich keinesfalls einen Parson Russell Terrier ins Haus holen. Diese Rasse liebt Action und braucht tägliche Bewegung und Forderung.

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Da der Parson Russell sehr gerne an einem aufregenden Tag teilnimmt, sind aktive Menschen und Familien bestens für diese Rasse geeignet. Je turbulenter der Alltag desto besser für den Parson Russell. Kurse wie Agility füllen den Bewegungsdrang des Hundes aus und abends genießt er dann die Streicheleinheiten seiner Familie. Der Parson Russell Terrier ist aufgrund seiner Züchtung auch bestens geeignet für Menschen mit Pferden. Ein gut erzogener Parson Russell ist der ideale Begleiter für einen langen Ausritt.

Der Parson Russell Terrier wird heute auch noch als Jagdhund geschätzt. Da er sehr robust ist und lange unterwegs sein kann ohne zu ermüden, vertrauen noch heute Jäger auf den Parson Russell als Gefährten. Der Jagdtrieb steckt auch heute noch in dem Parson Russell drin, und deshalb ist eine gute Erziehung besonders wichtig. Nur wenn der Hund gehorsam ist, und alle Kommandos ohne zu zögern ausführt kann er auf freiem Feld ohne Leine abgerufen werden. Grundsätzlich eignet sich der Parson Russell Terrier also für Menschen, die ausreichend Zeit aufbringen können, um den Hund auszulasten.

Unterschiede zum Jack Russell Terrier

Bei dem Parson Russell Terrier und dem Jack Russell Terrier gibt es keinen Unterschied. Es handelt sich um dieselbe Rasse. Es ist lediglich so, dass die Bezeichnung Jack Russell bekannter ist. Ihren Ursprung hat die Rasse bei dem Züchter John (Jack) Russell. Er war ein englischer Pfarrer und züchtete aus einem Fox Terrier Hunde, die bestens für die Fuchs- und Dachsjagd geeignet waren. Sie mussten relativ klein und robust sein, und durften die Tiere nicht zerbeißen, sondern lediglich aus ihren Bauten jagen. Mit der Zeit entwickelten die Terrier aus dem Zuchtzwinger von Russell einen guten Ruf in der Jagdszene. Da diese Terrier aus dem Zuchtzwinger von Pfarrer Russell stammten, und sein Rufname Jack lautete, wurden die Hunde Jack Russell gerufen. Dieser Name hat sich bis heute gehalten.

Erst im Jahre 1991 wurde die Rasse Parson Jack Russell Terrier als Rasse beim FCI anerkannt. Die FCI ist die Fédération Cynologique International und legt Hunderassen und deren Zuchtlinien fest.

Auf manchen Seiten im Internet wird auch heute noch behauptet beim Parson Russell und beim Jack Russell handelt es sich nicht um dieselbe Rasse, da die Unterschiede in der Beinlänge deutlich bemerkbar wären. Diese Aussage ist schlichtweg falsch. Der Parson Russell Terrier wird sowohl kurzbeinig als auch mit längeren Beinen gezüchtet.

Die Geschichte des Parson Russel Terrier

Die Geschichte des Parson Russell Terriers, der auch unter dem Rassenamen Jack Russell Terrier bekannt ist, geht zurück in das Jahr 1880. John (Jack) Russell, ein englischer Pfarrer war ein sehr begeisterter Jäger, Reiter und auch Hundezüchter. Er hielt eine große Anzahl von Foxterriern, die er auch selber züchtete. Seine Jagdhunde wurden vor allem zur Fuchsjagd eingesetzt. Pfarrer Russell legte sehr viel Wert darauf, dass seine Hunde robust aber nicht aggressiv waren und richtete seine Züchtungen darauf aus.

Das Ergebnis war, dass die Hunde von Russell bei den Käufern und Interessenten einen vorzüglichen Ruf genossen, denn ihre Leistungen auf der Jagd waren vorbildlich. Alle Fox Terrier, die aus dem Zuchtzwinger von Jack Russel kamen, wurden ab diesem Zeitpunkt Jack Russel Terrier genannt. Die Bezeichnung Parson Russell Terrier rührt daher, dass das englische Wort für Pfarrer „Parson“ ist. Es handelt sich also um Terrier des Parson Russell.

Die ersten Ahnen des Parson Russel Terriers

Da die Züchtung der Parson Russell Terrier auf den Pfarrer Russell im 19. Jahrhundert zurückgehen, sind auch die ersten Ahnen der Parson Russells hier zu suchen. Der Beginn der Zuchtlinie wurde durch den Terrier Carlisle Tack gemacht. Er erblickte im Jahr 1884 das Licht der Welt. Seine Eltern stammen ebenfalls beide aus den Zwingern von Jack Russell, doch erst mit den Welpen von Carlisle Tack wurden die Eigenschaften der Parson Russell perfektioniert. Eine neue Rasse war geboren, die sich durch ein treues Wesen mit einem ausgeprägten Jagdtrieb auszeichnet.

Jack Russel legte keinen Wert auf Ausstellungen

Der Züchter der Hunderasse Parson Russell, Pastor Jack Russel, war sich der Beliebtheit seiner Hunde immer bewusst, jedoch zog es ihn nur sehr selten auf Hunde Ausstellungen. Er ritt lieber aus und ging mit seinen Hunden auf die Jagd. Das Interesse an seinen Hunden nahm dennoch zu und er fand viele Abnehmer für seine Rassetiere. Im Jahre 1883 verstarb John Jack Russell. Seine Hunde lebten jedoch weiter und die Parson Russell Terrier wurden nun von anderen Hundeliebhabern gezüchtet. Im Rahmen dieser Neuzüchtungen kam es auch zu Hunden, die schließlich auf den Tierausstellungen sehr beliebt wurden.

Die Ursprünge des Parson Russel Terriers

Nach wie vor ist Pfarrer Russell bei Hundeliebhabern als der Mann erkannt, der mit seinen Züchtungen den Grundstein für den Parson Russell Terrier legt. Heute bezeichnen Kynologen den Einfluss von John Russell auf den Parson Russell Terrier allerdings als gering. Weiter wird behauptet, dass der Name „Jack Russell Terrier“ eine Bezeichnung für weiße Arbeitsterrier sei, die aus einer eher zweifelhaften Abstammung kommen. So scheint eine Nachverfolgung der Abstammung nicht möglich. Der eigentliche Ursprung des Parson Russel Terriers wird zwischen dem Old White English Terrier und dem Old English Black and Tan Terrier vermutet. Beide Rassen sind heute ausgestorben.

Das Wesen des Parson Russel Terriers

Welche Eigenschaften hat der Parson Russel Terrier?

Der Parson Russell Terrier wurde als englischer Gebrauchshund gezüchtet und ursprünglich als Helfer bei der Fuchsjagd eingesetzt. Da die Hunde relativ klein sind, war es ihnen möglich, den Fuchs in seinem Bau aufzuspüren. Die Hunde, die für diesen Zweck verwendet wurden, hießen Foxterrier. Im Laufe der Zeit entwickelten sich durch die Zucht weitere Terrier-Rassen, darunter der Parson Russell Terrier.

Vor 200 Jahren, als mit der Züchtung begonnen wurde, spielte das Äußere des Hundes keine Rolle. Aus diesem Grunde ist diese Hunderasse in ihrem Aussehen sehr vielfältig. Bei den Eigenschaften des Parson Russell Terrier spielen die Gestalt, die Farbe und die Haartracht nur eine untergeordnete Rolle. Zu den wichtigsten Charaktereigenschaften des Parson Russell Terriers gehört die Intelligenz, eines der wichtigsten Merkmale ist sein Jagdinstinkt. Dieser Instinkt kommt immer wieder zum Ausdruck. Bekommt der Hund die Gelegenheit, verfolgt er gerne Wildspuren. Eine weitere Eigenschaft, die aus der ursprünglichen Verwendung des Hundes herrührt, ist seine Leidenschaft für das Graben. Der Jagdinstinkt wird durch alles, was sich bewegt, geweckt. Dazu gehören aufgeschreckte Hühner, alle Wildtiere unterschiedlicher Größe, Katzen und natürlich Mäuse und Ratten.

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Aufgrund seines Jagdinstinktes wird der Parson Russell Terrier von Jägern geschätzt. Will man den Parson Russell Terrier als Familienhund anschaffen, so sind diese Eigenschaften von untergeordneter Bedeutung. Dennoch erfordern sie eine große Aufmerksamkeit des Besitzers, denn der Parson Russell Terrier muss erzogen werden. Mit seiner Intelligenz gelingt es dem Parson Russell Terrier oft, seinen Besitzer herauszufordern. Da er bereits im Alter von 8 bis 16 Wochen viel lernt, ist es wichtig, ihm in diesem Zeitraum die wichtigsten Kommandos beizubringen. Eine Junghundeschule ist am geeignetsten.

Als Familienhund ist der Parson Russell Terrier quirlig, aber freundlich. Er erweist sich als kinderfreundlich, doch trotzdem sollten Kinder wissen, wie sie mit dem Hund umgehen müssen. Ein Parson Russell Terrier ist durchaus gutmütig, doch er mag es nicht, beim Fressen oder Schlafen gestört zu werden. Wird der Parson Russell Terrier richtig erzogen, kann er sich gut mit anderen Haustieren wie Kaninchen oder Meerschweinchen vertragen. Er sollte jedoch nicht unbeaufsichtigt bleiben.

Damit der Parson Russell Terrier seine Charaktereigenschaften ausleben kann, benötigt er viel Bewegung und einen möglichst großen Auslauf.

Wie ist sein Verhalten im Rudel? Kann man ihn als Zweithund halten?

Der Hund ist ein Rudeltier. Nicht anders ist es auch beim Parson Russell Terrier. Er wurde ursprünglich als Jagdhund, für die Fuchsjagd, gezüchtet und zusammen mit anderen Hunden seiner Rasse in der Meute auf die Jagd mitgenommen. Bis heute hat er die Geselligkeit beibehalten.

Der Parson Russell Terrier hat einen sehr großen Bewegungsdrang. Er jagt nahezu alles, was sich bewegt. Er ist sehr lebhaft und sehr aufmerksam, aber auf keinen Fall aggressiv. Wird er bereits sehr frühzeitig, als Welpe, richtig erzogen, so kann er alle seine positiven Eigenschaften unter Beweis stellen. Er ist anpassungsfähig und verträgt sich gut mit anderen Tieren und auch mit Hunden seiner Rasse. Dadurch ist er perfekt für Hundesport und für Wettkämpfe geeignet.

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Ideal als Hundesport für den Terrier ist auch das Agility-Training oder das Obedience-Training. Trifft er beim Training auf andere Hunde, so sieht er sie nicht als Konkurrenten an. In Wettkämpfen kann er gegen andere Hunde antreten und dabei sein ursprüngliches Jagd- und Rudelverhalten ausleben.

Der Parson Russell Terrier kann als Zweithund gehalten werden. Ist bereits ein größerer Hund, beispielsweise ein Collie oder ein Schäferhund, vorhanden, so ist das für beide Hunde kein Problem. Der Parson Russell Terrier, als Welpe angeschafft, kommt gut mit dem größeren Hund zurecht. Auf Dauer kann sich zwischen den Hunden eine Freundschaft entwickeln. Das sieht nicht anders aus, wenn bereits ein Parson Russell Terrier gehalten wird und später ein anderer Hund als Welpe angeschafft wird.

Die Haltung von mehreren Parson Russell Terriern oder eines Parson Russell Terriers zusammen mit einem anderen Hund ist vor allem dann zu empfehlen, wenn man den Tieren einen großen Auslauf bieten kann und wenn man wenig Zeit für die Hunde hat. Wenn der Parson Russell Terrier etwas nicht ertragen kann, dann ist das Langeweile. Mit einem anderen Hund kann dieses Problem gelöst werden.

Unterscheiden sich Rüden und Hündinnen im Wesen?

Grundsätzlich gibt es beim Parson Russell Terrier im Wesen keine Unterschiede zwischen Rüde und Hündin. Rüde und Hündin unterscheiden sich lediglich etwas im Körperbau. Der Rüde ist kräftiger und schwerer als die Hündin, während die Hündin zierlich gebaut ist.

Eine Hündin mit dem Namen Trump zeigte bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts alle Eigenschaften, die man vom Parson Russell Terrier erwartet. Sie sah dem heutigen Parson Russell Terrier sehr ähnlich und konnte sich aufgrund ihrer Charaktereigenschaften als Jagdhündin bewähren. Sie hatte einen ausgeprägten Jagdtrieb und war sehr intelligent. Bereits damals entsprach sie im Wesentlichen dem heutigen Zuchtstandard der Parson Russell Terrier. Sie wurde für die weitere Zucht verwendet und gilt als Stammmutter der Rasse.

Rüden und Hündinnen wurden früher in der Meute für die Jagd, zum Aufspüren von Füchsen, genutzt. Besonders wichtig waren damals die Aufmerksamkeit, der Jagdtrieb und die Intelligenz. Rüden und Hündinnen verfügen über diese Eigenschaften und gelten als sehr temperamentvoll. Sie sind durch einen starken Bewegungsdrang gekennzeichnet. Auf keinen Fall sind sie aggressiv, sondern gutmütig und anpassungsfähig. Rüde und Hündin zeigen eine starke Leidenschaft für das Graben. Sie lassen sich ideal auf einem Grundstück mit Garten halten. Werden sie richtig erzogen, sind sie ideale Familienhunde und vertragen sich gut mit anderen Tieren, auch mit Hunden.

Hält man Rüde und Hündin, da man beispielsweise eine Zucht betreibt, kann man vielleicht Wesensunterschiede zwischen Rüde und Hündin beobachten, doch liegt dies am ganz eigenen Charakter eines jeweiligen Tieres, ebenso wie sich zwei Rüden im Charakter unterscheiden können.

Mehrhundehaltung und der Parson Russel Terrier

Wer einen Parson Russell Terrier hat und noch weitere Hunde anschaffen will, kann dies problemlos tun. Der Parson Russell Terrier ist für die Mehrhundehaltung gut geeignet. Da er ursprünglich als Jagdhund, zum Aufspüren von Füchsen im Bau, gezüchtet wurde, nahm man ihn zusammen mit mehreren Artgenossen in der Meute mit auf die Jagd. Der Parson Russell Terrier stellt, wenn er zusammen mit anderen Parson Russell Terriern gehalten wird, seine ursprünglichen Eigenschaften als Rudeltier unter Beweis und kommt gut mit den anderen Hunden seiner Rasse aus.

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Hat man bereits mehrere Hunde, egal welcher Rassen, kann man problemlos einen Parson Russell Terrier als Welpen kaufen. Er wird von den anderen Hunden akzeptiert und kann sich gut in die Gruppe einleben. Wer einen erwachsenen Parson Russell Terrier in eine bestehende Gruppe aufnehmen will, hat damit zumeist ebenfalls keine Probleme. Sind die Hunde richtig erzogen, kommt es nicht zum Gruppenausschluss.

Ist in einer bestehenden Gruppe ein Parson Russell Terrier vertreten und schafft man einen Welpen einer anderen Rasse an, so kommt es nicht zu Schwierigkeiten, wenn die bereits vorhandenen Hunde gut erzogen sind.

Der Parson Russell Terrier ist sehr anpassungsfähig und gutmütig. Er ist nicht aggressiv. Er ist durch einen ausgeprägten Jagdtrieb und ein hohes Maß an Intelligenz gekennzeichnet. Damit er sich gut einleben kann, kommt es auf die richtige Erziehung an. Der Besitzer sollte dem Parson Russell Terrier bereits frühzeitig zeigen, wer der Boss ist.

Allerdings kann es zu bestimmten Zeiten, beispielsweise in der Pubertät der Hunde, zu Machtkämpfen kommen. Mit der richtigen Erziehung und frühzeitigem Einschreiten kann man dieser Entwicklung Einhalt gebieten. Im Rudel mit mehreren Hunden herrscht eine Rangordnung. Das älteste Tier ist zumeist der Ranghöchste. Parson Russell Terrier sind keine Einzelgänger. Gerade aus diesem Grunde sollte man, wenn man nur wenig Zeit für den Hund hat, an die Mehrhundehaltung denken, denn so ist das Problem der Langeweile perfekt gelöst.

Die Haltung des Parson Russel

Bevor ein Hund in die eigene Familie einzieht, sollte der Kauf eines Parson Russel gut bedacht werden. Ein Hund ist ein Lebewesen, dem der Halter Erziehung, Aufmerksamkeit, Förderung, Forderung, Verständnis und vor allem Liebe und Geduld entgegenbringen muss. Als zukünftiger Hundehalter ist immer zu bedenken, dass ein Hund über viele lange Jahre hinweg in der Familie lebt und dies auch mit Kosten für Nahrung, Tierarzt, Versicherungen, Steuer, Zubehör wie Spielzeug und Leinen verbunden ist. Nur wenn man sich über die gesamte Verantwortung bewusst ist, sollte die Entscheidung für einen Hund, und ganz speziell den Parson Russel, fallen.

Beschäftigung ist angesagt!

Ein Parson Russell ist ein sehr agiler und lebenslustiger Hund, der viel Bewegung und Förderung für seinen Kopf benötigt. Die Rasse liebt lange Spaziergänge in der Natur und ist bestens für Agility, Flyball oder Dogdancing geeignet. Der Parson Russell muss körperlich und geistig ausgelastet sein, nur so bekommt der Halter einen ausgeglichenen, fröhlichen und vor allem freundlichen Hund. Kann diese Auslastung aufgrund von Zeitmangel nicht geleistet werden, kann der Parson Russell von einem fröhlichen zu einem lauten, unausgelasteten und teilweise aggressiven Hund werden. Er versucht dann sich selbst zu beschäftigen, indem er das Haus und die Familie besonders bewacht.

Im ungünstigsten Fall werden die Menschen im Rang neu geordnet und so kann es sein, dass verschiedene Orte wie z. B. das Sofa als persönlicher und alleiniger Platz des Parson Russell angesehen werden. Körperliche Bewegung und geistige Förderung sind für diese Rasse enorm wichtig. Der Parson Russell ist kein Hund der gerne lange allein zu Hause bleibt.

Der Parson Russel ist kein Zwinger Hund

Obwohl der Parson Russell doch sehr robust ist und das Leben in der Natur in vollen Zügen genießt, ist diese Rasse keinesfalls für die Zwinger Haltung geeignet. Der Parson Russell ist wie jeder andere Hund, egal ob reinrassig oder Mischling, ein Familienhund und der soziale Anschluss an den Halter und die Familie ist enorm wichtig.

Das gesamte Paket muss stimmen

Durch seinen besonders stark ausgeprägten Bewegungsdrang eignet sich der Parson Russell nicht als Hund für einen Menschen, der nicht gerne an die frische Luft geht. Er möchte agil am Familienleben teilnehmen und muss körperlich wie geistig gefordert und gefördert werden. Neben sehr langen täglichen Spaziergängen empfiehlt es sich, weitere Aktivitäten wie Dog Dance oder Agility mit dem Parson Russel auszuführen. Der Hund benötigt, neben dem liebevollen Familienanschluss, eine liebevolle, konsequente Erziehung und sollte keinesfalls täglich über Stunden hinweg allein gelassen werden.

Was braucht man für eine vernünftige Grundausstattung?

Es ist soweit: Der passende Parson Russell Terrier wurde ausgewählt und kann nun bald ins Haus einziehen. Damit der Hund sich rundum wohlfühlt, ist eine Grundausstattung notwendig. Dazu gehören:

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- Futter- und Wassernäpfe
- Hundedecken
- die passenden Halsbänder und Leinen, Hundegeschirr (Mehr erfahren über das Hundegeschirr)
- Hundekörbchen als Rückzugsort
- Spielzeug
- Hundegitter für das Auto
- Hundedecke für das Auto
- Umhängetasche für Ausflüge für Wasserration, Leckerlis, Erste Hilfe Tasche und Kotbeutel
- Einige Rollen kleine Mülltüten, die als Kotbeutel genutzt werden können.

Waschbar, robust und nicht gefährlich muss es sein

Zukünftige Hundehalter sollten beim Kauf der Grundausstattung bedenken, dass Fachmärkte eine große Auswahl wunderschöner aber auch sehr unpraktischer Dinge für Hunde anbieten, die sie gar nicht benötigen. Der Hund soll sich rundherum wohlfühlen aber die Grundausstattung muss auch tiergerecht sein. So sollten alle Decken ab 60 Grad waschbar sein, denn ab und zu können sich auch Flöhe oder andere Parasiten auf dem Hund einnisten. Hundekörbchen aus Weide oder Plastik können mit einer Bürste und heißem Wasser geschrubbt werden.

Das Halsband und die Leine müssen perfekt am Hals sitzen und dürfen keinesfalls zu groß oder zu klein sein. Der Parson Russell darf sich nicht daraus befreien können, allerdings sollte das Halsband auch den Hals des Hundes nicht einengen. Eine robuste, reißfeste und langlebige Leine ist ideal für den Terrier.

Es lohnt sich, einen Satz Futternäpfe mehr zu kaufen, da diese nach jeder Mahlzeit gereinigt werden müssen. Weiter empfiehlt es sich, nicht nur eine Wasserschüssel im Haus aufzustellen, sondern dem Hund an mehreren Stellen Wasser anbieten. Hunde wollen kauen! Das gilt vor allem für das Spielzeug. Es sollte keine kleinen, verschluckbaren Teile beinhalten und nicht mit Materialien gefüllt sein, die dem Hund im Halse stecken bleiben können. Als gute Möglichkeit zur Beschäftigung eignen sich Rinderhautknochen. Diese gibt es in allen Größen. Hier kann der Hund lange drauf herum kauen und ist einige Zeit beschäftigt.

Auch im Auto sollte der Hund sicher sein. Von Hundegurten ist abzuraten. Ein Hundegitter oder Netz ist im Auto schnell angebracht, und der Hund kann dann im hinteren Bereich des Autos sitzen, ohne das er auf der Fahrer- oder Beifahrer Seite herumspringen kann. In manchen Fällen ist eine Hunde Box für das Fahrzeug empfehlenswert. Hier muss der Hund allerdings erst an die Box gewöhnt werden und darf diese nicht als Strafe empfinden.

Schlafplatz

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Wo soll der Parson Russell Terrier schlafen?

Dies ist eine gute Frage die Hundehalter schon länger beschäftigt. Welches ist der geeignete Platz für den Parson Russell Terrier? In einem Körbchen? Auf dem Sofa? Im Bett? Hat im Bett schlafen etwas mit Dominanzverhalten zu tun? Hundehalter sollten sich keinesfalls von guten Ratschlägen oder Ratgebern leiten lassen, denn am Ende entscheidet der Halter, wo der Parson Russell schläft. Eins jedoch sollten sich Hundehalter immer vor Augen halten: Hunde sind Rudeltiere und möchten demnach auch bei ihrem Rudel schlafen. Dies gilt vor allem dann, wenn der Parson Russell alleiniger Hund im Haus ist. Wie würde sich der Mensch fühlen, wenn er den gesamten Tag mit seiner Familie verbringt und wenn es dunkel wird, muss er alleine in einem Raum zurückbleiben?

Das Hundekörbchen

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Das Hundekörbchen ist ein sehr guter Platz für den Parson Russell Terrier. Hier kann er sich zurückziehen, seine Ruhe finden, spielen, Leckerlis vernaschen und natürlich auch schlafen. Es macht Sinn, im Schlafzimmer ein Hundekörbchen aufzustellen, vielleicht neben dem Bett. So hat der Parson Russell auch nachts nicht das Gefühl, von seinem Rudel isoliert zu sein und trotzdem liegt er nicht unbedingt im Bett.

Das Sofa

In manchen seltenen Fällen ziehen es Hunde vor, die Nacht auf dem Sofa mit ihrem Hundefreund zu verbringen. Dies ist völlig in Ordnung denn das Sofa ist warm, weich und kuschelig und eignet sich doch bestens als Schlafplatz für zwei Hunde.

Das Bett

Lange Zeit hielt sich das Gerücht, wenn ein Hund im Bett schläft, möchte er sein Herrchen dominieren. Das ist jedoch nicht richtig. Der Hund möchte mit im Bett schlafen, weil sein Rudel dort liegt und das Bett einen wunderbaren Nebeneffekt bietet. Es ist herrlich kuschelig war und weich. Wenn ein Hund im Bett schlafen möchte, hat dies nichts mit Dominanzverhalten zu tun.

Am Ende entscheidet natürlich immer der Halter selbst, welche Möglichkeit für ihn infrage kommt. Dennoch sollte immer das Wohl des Hundes berücksichtigt werden. Zu vermeiden sind Hunde Boxen, Zwinger, Gartenhäuschen usw. Diese Plätze sind nicht für Hunde geeignet und können ein unerwünschtes Verhalten des Hundes auslösen.

Der Napf

ein typischer Hundenapf

Zur Grundausstattung eines jeden Hundes gehört der Futternapf. Ein Napf allein reicht nicht aus, denn der Hund benötigt neben dem Futter immer frisches Wasser. Will man verschiedene Nahrung füttern, beispielsweise gekochtes Fleisch und gekochtes Gemüse, so sollte man das Futter in getrennte Näpfe füllen. Der Napf sollte standfest sein, damit ihn der Parson Russell Terrier nicht umkippen oder verrutschen kann. Ein Napf aus Metall oder aus Kunststoff ist besonders gut geeignet. Diese Näpfe werden im Zoohandel oder im Onlineshop angeboten. Natürlich kann man dem Hund einen Motivnapf spendieren, in den das Porträt eines Parson Russell Terriers gezeichnet ist oder auch den Napf mit dem Namen des Hundes versehen. In erster Linie sollte jedoch vor allem auf Qualität geachtet werden.

Damit der Hund den Napf nicht umkippen oder wegschleppen kann, werden verschiedene Näpfe angeboten, die mit einer Halterung an der Wand angebracht werden. Die Näpfe sind aus der Halterung entnehmbar, damit sie gereinigt werden können. Wird der Hund in der Wohnung gefüttert, sollte eine abwaschbare Unterlage für die Näpfe verwendet werden, denn schnell kann es passieren, dass der Hund das Futter neben dem Napf verteilt.

Der Napf sollte ungefähr einen Durchmesser von 15 cm haben. Da der Parson Russell Terrier ein kleinerer Hund ist, reicht diese Größe vollkommen aus. Viele Hunde neigen dazu, ihr Futter besonders schnell aufzunehmen. Um das zu vermeiden, kann ein Anti-Schling-Napf gekauft werden. Er hat in der Mitte eine oder mehrere Erhebungen, die dem Tier die zu schnelle Futteraufnahme erschweren. Der Napf fördert die langsamere Nahrungsaufnahme und damit eine bessere und gesündere Verdauung. Damit der Hund nicht zu schnell trinkt, kann ein Trinknapf mit Wasserspender gekauft werden.

Futter- und Wassernapf müssen täglich gereinigt werden. Der Wassernapf kann Kalk ansetzen. Angetrocknete Futterreste im Napf machen das Futter für den Hund nicht appetitlich und können zur Verweigerung der Nahrungsaufnahme führen.

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Halsband und Leine

Will man mit dem Parson Russell Terrier spazieren gehen, so benötigt man ein Halsband und eine Leine. Das sind wichtige Bestandteile der Grundausstattung. Das Halsband sollte der Größe des Hundes angepasst werden. Damit die Welpen bereits an das Laufen gewöhnt werden können, kann man ein stufenlos verstellbares Halsband kaufen. Es wächst mit dem Hund mit.

Hundehalsband kaufen!

Das Halsband muss richtig sitzen. Ist das Halsband zu weit, kann es schnell passieren, dass der Hund durchschlüpft. Um das zu vermeiden, sollte das Halsband etwas enger eingestellt werden. Ein Katzenhalsband sollte nicht gekauft werden, denn es gibt zu schnell nach. Der Welpe kann hindurchrutschen. Das Halsband kann aus Nylon oder aus Leder bestehen. Viele Halsbänder sind elegant gearbeitet und mit Nieten oder Metallornamenten besetzt.
Brustgeschirre sind nicht geeignet. Bei Welpen schädigen sie die weichen Bänder und Sehnen und können zu schweren gesundheitlichen Problemen beim Parson Russell Terrier führen. Um dem Hund Kommandos beizubringen, ist ein Halsband ebenfalls besser geeignet.

Halsband und Leine werden oft im Set angeboten. Einige Hundehalsbänder verfügen über eine integrierte Leine. Die Leine sollte in der Länge verstellbar sein. Das ist wichtig, wenn man dem Parson Russell Terrier Kommandos beibringen will.

Eine Rollleine ist für Spaziergänge mit dem Hund praktisch. Sie sollte allerdings nur bei älteren Parson Russell Terriern verwendet werden, die bereits alle Kommandos beherrschen. Die Rollleine gibt nach, wenn der Hund daran zieht, was für die Erziehung völlig ungeeignet ist.

Bei vielen Züchtern erhält man mit dem Erwerb eines Welpen bereits Halsband und Leine dazu, die für die Hunderasse geeignet sind.

Zubehör für die Fellpflege

Das Fell des Parson Russell Terriers muss mindestens einmal wöchentlich gebürstet werden. Eine Bürste, die der Besitzer des Hundes für sich selbst verwendet, ist für den Hund nicht geeignet. Im Handel werden spezielle Bürsten und Kämme für Hunde angeboten. Sie sollten nach Fellart und Felllänge des Hundes ausgewählt werden. Wer einen Parson Russell Terrier mit Glatthaar hat, benötigt einen anderen Kamm und eine andere Bürste als jemand, der einen Parson Russell Terrier mit Rauhaar hat. Vor dem Kauf von Kamm und Bürste sollte man sich vom Züchter beraten lassen. Eine Bürste mit Naturborsten ist besonders gut geeignet.

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Einmal monatlich ist es empfehlenswert, das Fell des Parson Russell Terriers zu trimmen. Dazu sollte man ein Trimmmesser, das nicht schneidet, oder einen Bimsstein verwenden. Will man mit dem Bimsstein trimmen, was für Anfänger einfacher als die Benutzung des Trimmmessers sein wird, sollte man einen blauen Bimsstein von Scholl in der Drogerie kaufen.

Um Detailarbeiten an den Pfoten und am Bauch vorzunehmen, wird eine scharfe Schere benötigt. Sie sollte gebogen und vorn etwas abgerundet sein, damit der Hund nicht verletzt werden kann.

Für die Massage des Hundes kann man einen Handschuh mit Gumminoppen verwenden. In jedem Falle sollte man eine Zeckenzange besitzen. Um den Befall mit Flöhen oder Zecken zu vermeiden, kann ein spezielles Insektenspray verwendet werden. Dies gibt es im Handel bzw. in diversen Onlineshops z.B. hier

Spielzeug

Jeder junge Hund ist verspielt und der Parson Russell Terrier hat einen besonders starken Bewegungsdrang und darf sich auf keinen Fall langweilen. Deshalb ist es wichtig, dem Welpen und später auch dem ausgewachsenen Hund genügend Spielzeug anzubieten.

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In den ersten Wochen ist ein Tennisball ein geeignetes Spielzeug. Bälle sollten nicht zu klein sein, denn es besteht die Gefahr, dass sie verschluckt werden. Da die Welpen ab dem 4. Lebensmonat die Zähne wechseln, ist der Tennisball in diesem Alter nicht mehr geeignet, denn das zarte, empfindliche Zahnfleisch kann durch den Filz des Tennisballs geschädigt werden. Bälle aus Hartgummi oder geknotete Spieltaue sind besser geeignet. Die Hunde benötigen in diesem Alter viel Kaumaterial. Zusätzlich kann man ihnen Kauknochen oder aus Büffelhaut gefertigte Kauschuhe anbieten. Dieses Material fördert die Entwicklung des Gebisses.

Mit etwas Fantasie kann man selbst Spielzeuge für den Parson Russell Terrier basteln. Auf zusammen gebundenen Socken kaut der Hund beispielsweise gerne rum. Leere Küchen- oder Toilettenpapierrollen sind ebenfalls willkommen und werden gerne zerkaut. Spielzeug aus Kunststoff ist völlig ungeeignet, denn schnell kann der Hund Reste davon verschlucken, was schwere Folgen haben kann. Einen alten Schuh sollte man dem Parson Russell Terrier ebenfalls nicht geben. Er wird ihn zerkauen und das als Aufforderung sehen, zukünftig alle Schuhe als Spielzeug zu verwenden. Da er nicht alt und neu unterscheiden kann, wird er sich schnell angewöhnen, neue, gute Schuhe wegzuschleppen und zu zerkauen.

Das Spielzeug sollte man dem Hund geben und dann zum gegebenen Zeitpunkt wieder wegnehmen, denn so signalisiert man dem Hund, dass das Spiel beendet ist. Mit Spielzeug, das der Hund liebgewonnen hat, kann man ihm später das Apportieren beibringen.

Erziehung

Da der Parson Russell sehr intelligent ist, benötigt er klare Regeln und vor allem Anweisungen. Eine liebevolle aber konsequente Erziehung ist enorm wichtig, da er sonst zu Sturheit und Aufsässigkeit neigt. Gerade zu Beginn des Zusammenlebens zwischen Hund und Mensch kann eine Hundeschule sehr hilfreich sein. In Kombination mit konsequenter Erziehung, genügend Förderung der Intelligenz und sehr viel Auslauf und Bewegung ist der Parson Russell ein toller Familienhund. Als Halter sollte man über die gesamten Jahre hinweg bereit sein, sich mit dem Hund auseinanderzusetzen. Lässt die Förderung und Erziehung des Hundes nach, wird er unausgeglichen und kann seinen Besitzern schnell auf der Nase herumtanzen.

Wie erziehe ich meinen Hund?

Mit der Erziehung des Parson Russell Terriers sollte bereits frühzeitig begonnen werden. Erwirbt man ihn als Welpen, ist es wichtig, direkt mit der Erziehung zu beginnen. Im Alter von 8 bis 16 Wochen lernt der Parson Russell Terrier am besten. Hat man in diesem Zeitraum viel bei der Erziehung verpasst, ist es später nur schwer möglich, dem Hund noch etwas beizubringen.

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Der Parson Russell Terrier ist von seinem Temperament her sehr lebhaft. Da er ursprünglich als Jagdhund gezüchtet wurde, verfügt er über einen ausgeprägten Jagdinstinkt. Er jagt einfach alles, was sich bewegt. Dennoch ist er Parson Russell Terrier ein gutmütiger, freundlicher Hund. Der Parson Russell Terrier hat einen stark ausgeprägten Bewegungsdrang und benötigt viel Freiheit. Von Beginn an muss der Welpe lernen, sich in seine neue Umgebung zu integrieren und auch im Freien auf Kommandos zu reagieren. Mit der Sozialisierung beginnt ein guter Züchter bereits in den ersten Wochen. Der neue Besitzer muss fortan dem Welpen zeigen, dass er der Rudelführer ist, und ihm beibringen, was erlaubt ist und was nicht.

Der Hund benötigt kurze und prägnante Kommandos, verbunden mit einem Handzeichen. So lernt er, auch aus der Ferne auf Befehle zu reagieren. Nur wenn die Kommandos regelmäßig trainiert werden, kann sie sich der Welpe einprägen. Schnappen, Beißen und Hochspringen sind schlechte Eigenschaften, die dem Hund abtrainiert werden müssen. Mit einem klaren „Aus“ oder „Nein“ signalisiert man dem Hund, dass er dies nicht tun darf. Hört er nicht auf, straft man ihn, indem man ihn über längere Zeit ignoriert. Die Bestrafung muss immer auf die Tat folgen. Auf keinen Fall darf man den Hund mit Anschreien oder gar Schlägen bestrafen.

Ist der Hund vom Training müde, sollte man sich gemeinsam mit ihm flach auf den Boden legen. Das Kontaktliegen signalisiert dem Hund, dass man durchaus Verständnis hat und zufrieden ist. Beherrscht der Parson Russell Terrier ein Kommando gut, so sollte man ihn unbedingt loben oder mit Streicheleinheiten oder einem Leckerbissen belohnen.

Wie erziehe ich meinen Hund stubenrein?

Ein wichtiger Bestandteil der Erziehung eines Welpen ist die Erziehung zur Stubenreinheit. Einen Parson Russell Terrier Welpen kann man ab einem Alter von 8 Wochen kaufen. Für den Welpen ist das mit gravierenden Einschnitten verbunden. Er wird von der Mutter getrennt und muss sich an das neue Heim gewöhnen. Schnell kann es passieren, dass er sich auf dem neuen Teppich entleert. Auf keinen Fall sollte man mit dem Welpen schimpfen, da er sonst schnell verstört werden kann. Die Lernfähigkeit des Welpen wird dadurch erschwert. Völlig falsch ist es, dem Welpen seine Hinterlassenschaft buchstäblich unter die Nase zu reiben.

In den ersten Wochen sollte man die Mimik und Körperhaltung des Welpen in der Wohnung genau beobachten. Bei einer verdächtigen Haltung kann man ihn sofort nach draußen lassen, damit er sich dort entleeren kann.

Der Welpe sollte regelmäßig nach verschiedenen Tätigkeiten ins Freie gebracht werden. Nach dem Fressen, dem Spiel oder dem Schlafen, ungefähr alle 90 bis 120 Minuten, ist ein kurzer Spaziergang angebracht. Dabei sollte man lieber etwas früher und etwas zu oft den Welpen aus der Wohnung bringen. Das ist immerhin besser, als wenn es zu spät ist und der Welpe bereits sein Geschäft erledigt hat.

Als „Örtchen“, an dem der Welpe sein Geschäft verrichtet, kann immer die gleiche Stelle ausgewählt werden, die sich nahe am Haus befindet. Hat es geklappt und hat der Welpe sein Geschäft erfolgreich erledigt, wird er mit Streicheleinheiten und einem Leckerli belohnt.

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Hat der Welpe einige Male draußen seine Geschäfte erledigt, ist das jedoch noch keine Garantie für einen dauerhaften Erfolg. Es kann immer einmal passieren, dass etwas auf dem Teppich landet. In diesem Fall weist man den Welpen mit einem energischen „Nein“ oder „Pfui“ darauf hin, dass er dies nicht tun darf, und bringt ihn schnell nach draußen. Dort wartet man geduldig ab, bis der Hund sich entleert.

Die Hinterlassenschaft kann man entfernen, wenn man wieder in der Wohnung ist. Der Hund darf auf keinen Fall dabei zusehen. Der Hund sollte während dieser Zeit draußen bleiben oder von einer zweiten Person abgelenkt werden. Die Stelle der Hinterlassenschaft muss unbedingt geruchsneutral gemacht werden. Der Welpe hat eine feine Nase und könnte sich beim nächsten Mal wieder dort entleeren. Die Stelle sollte mit Körperspray oder Rasierwasser behandelt werden.

Wie bringe ich meinem Terrier das Apportieren bei?

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Der Parson Russell Terrier ist vom Wesen her ein Jagdhund. Er verfügt über einen ausgeprägten Jagdtrieb. Nicht nur für Jagdhunde ist das Apportieren eine wichtige Fähigkeit. Bereits frühzeitig sollte man beginnen, dem Parson Russell Terrier das Apportieren beizubringen. Der Parson Russell Terrier ist ein intelligenter Hund mit einem starken Willen. Das bedeutet nicht, dass es schwer ist, ihm etwas beizubringen. Der Parson Russell Terrier lernt das meiste im Alter von 8 bis 16 Wochen. Daher sollte man dann bereits mit dem Apportieren beginnen.

Aufgrund seines Jagdtriebs hat der Parson Russell Terrier Spaß daran, einem geworfenen Gegenstand hinterherzulaufen. Das allein reicht noch nicht aus, denn wichtig ist, dass er den Gegenstand wieder zurückbringt. Dabei kann der Jagdtrieb des Hundes ausgenutzt werden. Der geworfene Gegenstand sollte die Beute des Hundes darstellen, die für ihn interessant sein muss.

Zum Apportieren lässt sich am besten ein Gegenstand benutzen, den der Hund bereits kennt und mit dem er gerne spielt. Zu Beginn der Übungen ist es empfehlenswert, den Gegenstand an eine Schnur zu binden. Wirft man den Gegenstand und der Hund nimmt ihn auf, so sollte man dem Hund hinterherlaufen und selbst Interesse an dem Gegenstand zeigen. So erhält der Hund den Eindruck, man wolle ihm seine Beute streitig machen. Lässt der Hund den Gegenstand fallen, so sollte man versuchen, ihn wegzunehmen. Nimmt der Hund den Gegenstand wieder auf, ist das schon ein Erfolg. Der Hund hat Interesse daran. Nimmt der Hund den Gegenstand nicht auf, kann man den Gegenstand an der Schnur wegziehen und mit Geräuschen signalisieren, dass man selbst Interesse daran hat. So gewinnt der Hund wieder Interesse und nimmt den Gegenstand wieder auf.

Hat man das Interesse des Hundes für den Gegenstand geweckt, kann der Beutestreit weiterhin als Ritual zur Vorbereitung auf das Apportieren genutzt werden. Allerdings sollte man dem Hund nun vermitteln, dass man ihm die Beute nicht tatsächlich wegnehmen will, denn so verliert er schnell das Interesse. Trägt der Hund den Gegenstand, so muss er gelobt werden. Mit dem Kommando „Hand“ kann man ihm beibringen, dass er den Gegenstand zurückgeben soll. Klappt das Kommando, muss der Hund mit einem Leckerli belohnt werden.
Bringt der Hund den Gegenstand zurück und klappt das über einige Zeit, so kann man das Apportieren weiter ausbauen, indem man den Gegenstand versteckt. Jetzt sollte das Kommando „Apport“ zum Einsatz kommen. Es kann mit den Kommandos „Such“ oder „Hol“ unterstützt werden, damit der Hund den Gegenstand zu suchen beginnt.

Lohnt sich eine Hundeschule? Wie viel kostet der Besuch einer Hundeschule?

Der Parson Russell Terrier muss erzogen werden. Da er im Alter von 8 bis 16 Wochen besonders aufnahmefähig ist, sollte man in diesem Alter bereits mit der Erziehung beginnen. Versäumt man in dieser Zeit, den Hund richtig zu erziehen, so ist es sehr schwer, ihm später noch etwas beizubringen. Der Besucher einer Hundeschule ist vor allem dann wichtig, wenn der Halter noch keine Erfahrung mit der Erziehung von Hunden hat oder selbst keine Zeit hat, den Hund zu erziehen.

Das Training in der Hundeschule ist auf das Alter und die Rasse des Hundes abgestimmt. Es ist auch durchaus für ältere Hunde sinnvoll. Befindet sich keine Hundeschule in der Nähe, kann man eine mobile Hundeschule beauftragen. Der Trainer besucht den Hundebesitzer zu Hause und passt das Training an Hund und Besitzer an.

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In der Hundeschule kann man nicht nur Einzelunterricht buchen. Gruppentraining ist ebenfalls möglich. Will man eine Hundeschule besuchen, erfolgt oft ein Erstgespräch mit dem Trainer. Je nach Hundeschule und nach Bundesland ist der Besuch in der Hundeschule unterschiedlich teuer. Für das Erstgespräch wird ein Betrag zwischen 30,00 und 40,00 € berechnet. Der Preis für die Hundeschule richtet sich danach, wie viele Stunden für das Training erforderlich sind. Pro Stunde sind die Preise unterschiedlich hoch. Im Einzeltraining ist die Hundeschule teurer. Im Schnitt kann man pro Stunde mit Preisen von ca. 10,00 € rechnen. Einige Hundeschulen bieten Kurse zu einem Gesamtpreis von ca. 80,00 bis 100,00 € an. In vielen Hundeschulen ist ein kostenloses Schnuppertraining möglich.

Wie hoch ist die Hundesteuer?

Wer einen Hund besitzt, muss an den Staat Hundesteuer abführen. Es handelt sich dabei um eine Steuer, die einmal jährlich zu entrichten ist. Die Hundesteuer wird in den Kommunen erhoben und nach der kommunalen Hundesteuersatzung berechnet. Die Grundlage dafür ist das Kommunalabgabengesetz des jeweiligen Bundeslandes. Die Hundesteuer ist also je nach Bundesland und nach Kommune unterschiedlich hoch. In einigen Gemeinden in Deutschland, z.B. in Eschborn, wird keine Hundesteuer erhoben.

Für gefährliche Hunde, die sogenannten Kampfhunde oder Listenhunde, wird von vielen Kommunen eine erhöhte Hundesteuer verlangt. Hält ein Hundehalter mehrere Hunde, so wird für den zweiten und jeden weiteren Hund die Steuer in vielen Kommunen oft vervielfacht.

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Wer wissen möchte, welche Hundesteuer für seinen Parson Russell Terrier erhoben wird, sollte sich in der Hundesteuer-Datenbank im Internet informieren. Dort können Ort und Bundesland eingegeben werden. Da es sich beim Parson Russell Terrier nicht um einen Kampf- oder Listenhund handelt, wird die Steuer nicht in Abhängigkeit von der Rasse erhoben. Wer also einen Parson Russell Terrier besitzt, zahlt genauso viel Hundesteuer wie der Nachbar, der beispielsweise einen Schäferhund besitzt, denn die Kommune und das Bundesland sind entscheidend.

Wer in Berlin wohnt, muss für den ersten Hund mit einer Hundesteuer von 120,00 € jährlich rechnen. Für den zweiten und jeden weiteren Hund wird eine Steuer von 180,00 € erhoben. Wohnt man in Rostock im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern, so zahlt man für den ersten Hund 84,00 €, für den zweiten Hund 120,00 €. Wer in Passau in Bayern wohnt, zahlt für den ersten Hund nur 30,00 €. Für den zweiten Hund werden ebenfalls 30,00 € erhoben, für weitere Hunde fallen keine Steuern an. Die Höhe der Steuer variiert also teilweise erheblich. Es sollte immer vor der Anschaffung eines Hundes bedacht werden, dass Steuern abzuführen sind.

Was gehört zu einer gesunden Ernährung?

Damit man lange Freude am Parson Russell Terrier hat, kommt es auf eine gesunde Ernährung an. Der Parson Russell Terrier kann mit Dosennahrung oder Trockenfutter ernährt werden. Fertigfutter wird für Hunde aller Altersklassen angeboten. Man erhält Futter für Welpen, für ausgewachsene Hunde und für alte Hunde. Bei diesem Futter handelt es sich um Alleinfutter. Allerdings ist beim Kauf auf Qualität zu achten, denn es kommt auf die Inhaltsstoffe an. Hunde benötigen Vitamine und Spurenelemente, Proteine, Fette und Kohlenhydrate. Neben dem Alleinfutter wird Ergänzungsfutter als Fertigfutter angeboten. Dieses Futter enthält zusätzliche Vitamine und Mineralstoffe. Es kann gegeben werden, um den Hund mit lebensnotwendigen Stoffen zu versorgen und seinen Gesamtbedarf daran zu decken. Beifutter ist eine weitere Form von Fertigfutter. Es eignet sich nicht als Alleinfutter. Es kann als Belohnungshappen oder als Leckerli zwischendurch gegeben werden.

Besser als die Ernährung mit Fertigfutter ist die Ernährung nach BARF, die biologisch artgerechte Fütterung. Der Hund wird mit allen lebensnotwendigen Stoffen versorgt, denn die Ernährung wird genau auf die Bedürfnisse des Hundes abgestimmt und frisch zubereitet. Sie ist frei von Konservierungsstoffen. Bereits bei Welpen kann nach BARF gefüttert werden.

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Der Hund ist von Natur aus ein Fleischfresser. Bei der Ernährung nach BARF wird er mit rohem oder gekochtem Fleisch ernährt. Rohes Rindfleisch und Knochen vom Rind sind geeignet. Rohes Schweinefleisch sollte nicht gefüttert werden, denn es kann ein gefährliches Virus enthalten. Gekochtes Fleisch vom Schwein sowie rohe oder gekochte Innereien kann der Hund dagegen bekommen. Leber sollte man jedoch besser nicht füttern, denn sie kann mit Giftstoffen belastet sein. Da der Hund Vitamine benötigt, sollte rohes oder gekochtes Gemüse gefüttert werden. Dazu eignen sich Möhren, Broccoli, Zucchini oder Gurken.

Wird die Ernährung nach BARF richtig zusammengestellt, kann man auf Ergänzungsfuttermittel verzichten. Allerdings sollte man ihm trotzdem Kaumaterial wie Kauknochen aus Büffelhaut anbieten, denn sie sind wichtig für die Zahnpflege.

Wie viel Bewegung braucht ein Parson Russel Terrier?

Da der Parson Russell Terrier ein Jagdhund ist, hat er einen stark ausgeprägten Bewegungsdrang sowie ein großes Bedürfnis zu graben. Optimal ist für ihn ein Grundstück mit großem Garten, denn dort kann er seinen Bewegungsdrang ausleben. Der Hund darf sich auf keinen Fall langweilen.

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Nicht jeder kann ihm einen Garten bieten. Wer nicht genügend Auslauf zur Verfügung hat, sollte täglich mindestens einen ausgedehnten und mehrere kurze Spaziergänge machen. Hat man dazu keine Zeit, da man beruflich stark eingespannt ist, sollte man einen Hundesitter beauftragen, der den Hund täglich ausführt. Da der Hund gerne läuft, bietet sich eine Hundewiese zum Spielen und Toben an. Bei ausgedehnten Spaziergängen in der Natur kann man dem Hund das Apportieren beibringen und andere Spiele organisieren, bei denen die Beweglichkeit und die Intelligenz des Hundes gefördert werden.

Der Parson Russell Terrier ist aufgrund seines Bewegungsdranges hervorragend für den Hundesport geeignet. Mindestens einmal wöchentlich kann man mit ihm trainieren. Eine geeignete Sportart ist Agility. Der Hund absolviert einen Geschicklichkeitsparcours und hat daran viel Freude. Die unterschiedlichsten Hindernisse müssen dabei bewältigt werden. Vor allem diejenigen, die dem Hund keinen großen Auslauf bieten können, sollten an diese Hundesportart denken. Eine weitere mögliche Hundesportart ist das Dog-Dancing. Dabei werden Beweglichkeit und Konzentration des Hundes gefordert. Um den Gehorsam zu trainieren, ist das Obedience-Training geeignet.

Gesundheit und Pflege

Welche Anfälligkeiten hat der Parson Russel Terrier?

Der Parson Russell Terrier ist ein ziemlich robuster Hund, der recht widerstandsfähig gegen Krankheiten ist. Bei guter Pflege kann ein gesunder Parson Russell Terrier ein Alter von bis zu 15 Jahren erreichen.

Allerdings können einige Erbkrankheiten auftreten. Seltene Erbkrankheiten, die sich bereits in den ersten Lebensmonaten entwickeln, sind die Ataxie und Myelopathie. Im Hals- und Brustbereich wird die weiße Substanz des Rückenmarks abgebaut. Erkrankte Hunde fallen oft um und können sich nicht mehr aus eigener Kraft aufrichten. Die Krankheit kann nicht geheilt werden. Im fortgeschrittenen Stadium wirkt sie sich auf das Gehör aus. Der Hörnerv wird geschädigt, was zur Ertaubung führt.

Eine weitere Erbkrankheit ist die ein- oder beidseitige Taubheit. Sie tritt beim Parson Russell Terrier ebenso häufig wie bei anderen weißen oder gescheckten Hunden auf. Die Taubheit wird polygen vererbt. Ist ein Hund nur einseitig taub, so kann der Besitzer das oft nicht erkennen. Mit einer audiometrischen Untersuchung kann die Taubheit jedoch festgestellt werden.

Wie viele kleine Hunderassen, ist der Parson Russell Terrier oft von der Patella-Luxation betroffen. Die Kniescheibe ist bei dieser Erkrankung aus ihrer Gleitrinne im Oberschenkelknochen verlagert. Die Gründe dafür sind erblich. Die Krankheit entwickelt sich im ersten Lebensjahr während des Wachstums. Wird sie rechtzeitig erkannt, kann sie behandelt werden, damit keine Gelenkschäden auftreten.

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Der Parson Russell Terrier kann auch von der Linsenluxation betroffen sein. Die Linse des Auges ist aus ihrer Verankerung gelöst und nach vorn oder nach hinten verlagert. Wird die oft erblich bedingte Erkrankung nicht behandelt, führt sie zur Erblindung. Die Linsenluxation muss operativ versorgt werden. Der Besitzer des Tieres kann die Krankheit selbst erkennen, denn die Augen sind deutlich verändert. Die Krankheit tritt zumeist zwischen dem 3. und 6. Lebensjahr auf. Eine weitere erblich bedingte Augenerkrankung des Parson Russell Terriers ist der Graue Star. Er führt unbehandelt zur Erblindung.

Beim Parson Russell Terrier kann eine Verstopfung der Analdrüsen auftreten. Die Krankheit muss vom Tierarzt behandelt werden. Bemerkt wird diese Erkrankung dadurch, dass der Hund mit dem Hinterteil auf dem Boden entlang rutscht.

Auch die Ohren des Parson Russell Terriers müssen regelmäßig kontrolliert werden. Sie können von Bakterien, Pilzen oder Milben befallen werden. Kratzt sich der Hund häufig an den Ohren, deutet dies auf einen Befall hin.

Um Staupe, Hepatitis, Leptospirose oder Tollwut vorzubeugen, sollte der Hund bereits in den ersten Lebenswochen geimpft werden.

Zur Vermeidung der Erbkrankheiten erfolgt bei Hunden, die für die Zucht verwendet werden, eine umfassende Gesundheitsprüfung. Nur Tiere, die nicht an Erbkrankheiten leiden, werden für die Zucht genutzt, um gesunde Nachkommen zu züchten.

Wie schneide ich die Krallen?

Die Krallen des Parson Russell Terriers wachsen vor allem dann, wenn der Hund häufig auf weichem Boden läuft. Sie müssen verschnitten werden. Dabei muss man äußerst sorgfältig und vorsichtig vorgehen, um den Hund nicht zu verletzen.

Hundekrallenschere

Die Krallen sollten mit einer speziellen Krallenzange gekürzt werden. Bevor man das erste Mal die Krallen schneiden will, sollte man sich das vom Tierarzt oder vom Züchter zeigen lassen. Hat der Hund helle Krallen, so sieht man, wie weit sie durchblutet sind. Der Bereich, der nicht durchblutet ist, kann weggeschnitten werden. Die Krallenzange ist so konstruiert, dass man nicht abrutschen kann. Hat der Hund dunkle Krallen, so sollten sie nach Gefühl, nicht zu weit, gekürzt werden.

Anschließend sollte man kontrollieren, ob die Krallen nicht bluten. Die Krallen können nach Bedarf noch etwas nachgekürzt werden oder mit einer Nagelfeile nachbehandelt werden. Beim Verschneiden der Krallen sollte man die Ballen des Hundes auf Entzündungen und Grasmilben kontrollieren.

Die Krallen wachsen bei den Hunden unterschiedlich. Bei einigen Parson Russell Terriern müssen die Krallen nicht gekürzt werden. Bei Hunden, die vorwiegend auf Steinen und auf Asphalt laufen, nutzen sich die Krallen ab, sodass sie nicht geschnitten werden müssen. Trotzdem empfiehlt sich eine regelmäßige Kontrolle. Einige Hunde beißen sich ihre Krallen selbst ab. Dabei kann es zu Verletzungen kommen. Um das zu vermeiden, sollten die Krallen rechtzeitig gekürzt werden.

Wie pflege ich das Fell am besten?

Das Fell des Parson Russell Terriers braucht regelmäßige Pflege. Die Pflege hängt davon ab, ob es sich um einen Hund mit Glatthaar, Rauhaar oder Stockhaar handelt. Die wenigste Pflege benötigt der Parson Russell Terrier mit Glatthaar. Er sollte jedoch mindestens einmal wöchentlich gebürstet werden. So werden lose Haare aus dem Fell entfernt, der Hund sieht wieder gepflegt aus.

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An die Fellpflege kann der Parson Russell Terrier bereits im Welpenalter gewöhnt werden. Wollen die Tiere zu Anfang noch nicht gebürstet werden, so werden sie sich schnell daran gewöhnen und dann das Bürsten als wohltuend empfinden. Zusätzlich empfiehlt es sich, das Fell zu trimmen. Das bereits locker gewordene Deckhaar wird dabei ausgezupft. Das Trimmen sollte einmal monatlich vorgenommen werden. Es fördert einen dichten Haarwuchs. Auf keinen Fall sollte ein Parson Russell Terrier kahlgeschoren werden. Auch an den Pfoten und zwischen den Ballen sowie an den Ohren muss das Fell zurückgeschnitten werden.

Sieht man hin und wieder einen Parson Russell Terrier mit langen Haaren, so handelt es sich um ein Tier, dessen Fell lang geworden ist, da es nicht getrimmt wurde. Während altes Fell abstirbt, wächst neues Fell nach und das alte Fell fällt nicht vollständig aus, denn neues und altes, abgestorbenes Fell hängen aneinander. Ist zu viel altes Fell vorhanden, so kratzt sich der Hund häufig. Er verspürt Juckreiz und versucht, das lästige Fell zu entfernen. Die Haut atmet nicht mehr genug. Zum Trimmen kann ein nicht schneidendes Trimmmesser oder ein Bimsstein verwendet werden. Das lose Fell kann man auch mit der Hand auszupfen. Das Tier verspürt keine Schmerzen, denn das Fell ist bereits locker.

Bevor man mit dem Trimmen beginnt, sollte man den Parson Russell Terrier gegen den Strich bürsten. Auf dem Rücken wird mit dem Trimmen begonnen. Dabei geht man Strich für Strich vor. Ist der Rücken getrimmt, wird an Schwanz, Beinen und Kopf weiter gemacht. Am Bauch und an den Innenseiten der Hinterläufe kommt es auf besondere Vorsicht an, denn dort ist die Haut sehr empfindlich. Wer sich das Trimmen selbst nicht zutraut, kann dafür professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.

Was tun bei Läufigkeit?

Die Parson Russel Terrier Hündin wird in der Regel zweimal im Jahr läufig. Am ehesten macht sich die Läufigkeit einer Hündin bemerkbar, wenn Rüden besonderes Interesse an ihr zeigen. Die Hündin wird sich öfter die Geschlechtsteile putzen. Die äußeren Genitalorgane sind in dieser Zeit deutlich angeschwollen. Die Hündin sondert eine schleimig-blutige Flüssigkeit ab. Die heiße Zeit, in der eine Hündin fruchtbar ist, liegt zwischen dem 9. und 15. Tag der Läufigkeit. Jetzt gilt es, unerwünschten Nachwuchs zu verhindern. War das Blut bislang dunkelrot, wird es in dieser Zeit immer heller. Kommt die Hündin mit einem Rüden zusammen, stellt sie ihre Rute zur Seite und bietet ihm ihr Hinterteil an.

Will man verhindern, dass die Hündin befruchtet wird, kann man ein Spray kaufen. Damit wird das Hinterteil der Hündin eingesprüht. Die Rüden mögen diesen Geruch nicht. Um zu verhindern, dass Rüden in dieser Zeit auf das Grundstück kommen, sollte auch das Gartentor besprüht werden. Es ist durchaus möglich, solch ein Spray auch selbst herzustellen. Dazu werden einfach Teebaumöl oder Zitronenöl mit Wasser vermischt. Die Hündin sollte entsprechend oft eingesprüht werden, da sonst der Eigengeruch des Hundes schnell wieder durchkommt.

Während der Läufigkeit sollte man die Hündin nur dann frei laufen lassen, wenn sich keine anderen Hunde in der Nähe befinden. Die Läufigkeit erstreckt sich zumeist über 21 Tage. In der zweiten Woche der Läufigkeit spricht man von den Stehtagen. Mit einer Kastration werden auch die Läufigkeitsphasen beendet. Sie sollte jedoch vor der Durchführung gut überlegt werden.

Wie teuer ist eine Kastration?

Zweck einer Kastration ist nicht immer in erster Linie, dass der Hund auf Dauer unfruchtbar ist. Bei Rüden kann die Kastration im Verhalten oder in der Gesundheit des Tieres begründet sein. Eine Hündin wird kastriert, um Läufigkeit und damit unerwünschten Nachwuchs zu verhindern. Die Entscheidung für eine Kastration sollte sorgfältig überlegt werden, denn der Zustand kann nicht mehr rückgängig gemacht werden. Bei einem Rüden wirkt sich die Kastration auf das Skelettwachstum aus. Er kann nach der Kastration noch größer werden und hat oft gesteigerten Appetit, der zu einer Gewichtszunahme führt.

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Die Preise für die Kastration werden nach einem Gebührenkatalog festgelegt. Sie können jedoch stark variieren. Das hängt vom Umfang der Operation und eventuellen Komplikationen ab. Der Tierarzt kann auf der Grundlage des Gebührenkatalogs die Preise für die Kastration individuell festlegen.

Vor der Kastration führt der Tierarzt ein Vorgespräch. Er nimmt eine Untersuchung des Hundes vor, bevor die eigentliche Operation erfolgt. Im Preis sind Narkosemittel und andere Medikamente enthalten. Eventuell muss der Hund über Nacht zur Überwachung beim Tierarzt oder in der Tierklinik bleiben. Die Nachbehandlung ist im Preis ebenso enthalten wie ein Trichterhalsband, damit sich der Hund nicht an der Operationsstelle lecken kann.

Die Kastration eines Rüden ist preiswerter als die Kastration einer Hündin, denn bei einem Rüden ist die Kastration einfacher als bei einer Hündin. Durchschnittlich ist beim Rüden mit Kosten von ca. 100 bis 200 Euro zu rechnen, während die Kastration einer Hündin zwischen 200 und 300 Euro kostet.

Jagd mit Parson Russel Terrier

Allgemeines zum Parson Russel Terrier als Jagdhund

Der Parson Russell Terrier wurde in Großbritannien als Jagdhund gezüchtet und für die Fuchsjagd eingesetzt. Aufgrund seiner geringen Größe und seines geringen Brustumfanges ist er hervorragend dafür geeignet, Füchse in ihrem Bau aufzuspüren und mit seinem Körper zu umspannen. Er hat einen stark ausgeprägten Jagdtrieb, ist sehr aufmerksam und intelligent.

Der Parson Russell Terrier entwickelt eine starke Bindung an seinen Besitzer. Sein Gehorsam, seine Intelligenz und sein stark ausgeprägter Bewegungsdrang sind hervorragende Eigenschaften für die Jagd. Er ist als Stöberhund bei der Jagd auf Schwarzwild geeignet und kann Schwarzwildrotten sprengen. Er kann Schalenwild stellen, Füchse aus dem Bau drücken und sich bei der Totsuche bewähren. Da der Parson Russell Terrier sehr besonnen handelt und keine blindwütige Schärfe zeigt, kommt es nicht zu schwerwiegenden oder tödlichen Verletzungen durch Wild. Er begegnet dem Dachs unter der Erde sehr vorsichtig und geht ihm aus dem Weg.

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Aufgrund seiner starken Führerbindung hält er bei Treibjagden engen Kontakt zu seinem Führer. Wird ihm das Apportieren im Welpenalter beigebracht, so beherrscht er es perfekt, was ihm als Jagdhund zugutekommt.

Der Parson Russell Terrier jagt alles, was sich bewegt. Von Federwild fühlt er sich oft magisch angezogen. Um ihn als Jagdhund richtig einsetzen zu können, kommt es auf die richtige Erziehung an. Er hat eine gute Nase und eine Leidenschaft für Wasser. Der Parson Russell Terrier ist sehr aktiv, aber niemals aggressiv. Er hat ein insgesamt ausgeglichenes Wesen.

Der Parson Russell Terrier kann speziell als Jagdhund gezüchtet werden. Dazu müssen bereits die Elterntiere verschiedene Jagdprüfungen und einen Wesenstest bestehen, um ihre hervorragenden Eigenschaften bei der Jagd an ihre Nachkommen weiterzugeben. Bei einem Wesenstest muss der Parson Russell Terrier alle für die Jagd erforderlichen Eigenschaften beweisen. Dazu gehören Schussfestigkeit, Führerbindung, Spür- und Stöbertrieb, Menschenfreundlichkeit, Härte, Beute- und Bringtrieb sowie Nerven- und Charakterstärke. Der Test wird unter verschiedenen Bedingungen ausgeführt.

Jagdliche Prüfungen: Junghundprüfung, Bauprüfung, Zuchtprüfung, Gebrauchsprüfung, Schweißprüfung, Kosten der Prüfung und Inhalte

Wird der Parson Russell Terrier als Jagdhund eingesetzt, muss er verschiedene jagdliche Prüfungen bestehen. Die Grundlagen der Prüfungen wurden vom PRTCD, dem Parson Russell Terrier Club Deutschland, festgelegt.

Die erste Prüfung, die ein Parson Russell Terrier in seinem Leben als Jagdhund ablegen muss, ist die Junghundprüfung JP. Sie kann bis zu einem Alter von 22 Monaten absolviert werden. Dabei werden Schussfestigkeit, Baueignung, Laut beim Jagen, Spurarbeit, Suche, Nase und Führigkeit geprüft. Fällt der Hund durch, darf die Prüfung einmal wiederholt werden.

Die Bauprüfung wird von erwachsenen Hunden abgelegt. Dabei wird die Schussfestigkeit geprüft. Hat der Parson Russell Terrier bereits eine Junghundeprüfung bestanden, wird der Nachweis über die Schussfestigkeit übernommen. Weiterhin werden das Absuchen, das Verhalten am Drehschieber, der Laut am Drehschieber sowie die Arbeitsfreude und die Ausdauer geprüft. Diese Prüfung kann einmal wiederholt werden.
Damit der Parson Russell Terrier an der Zuchtprüfung teilnehmen kann, muss er eine Bauprüfung erfolgreich bestanden haben. Bei der Zuchtprüfung werden die Schussfestigkeit, die Nase und die Spurarbeit geprüft. Der Laut beim Jagen wird aus einer vorherigen Prüfung, beispielsweise der Junghundeprüfung, übernommen. Weiterhin werden das Stöbern, das Bringen auf der Schleppe, das Bringen einer Ente aus tiefem Wasser, die Führigkeit, die Leinenführigkeit und die Wesensfestigkeit geprüft. Eine einmalige Wiederholung der Prüfung ist möglich.

Für die Teilnahme an der Gebrauchsprüfung, die auch als Meisterprüfung bezeichnet wird, ist eine bestandene Bauprüfung Voraussetzung. Bei der Gebrauchsprüfung werden die Waldarbeit, die Feldarbeit, die Wasserarbeit und der Gehorsam geprüft. Zusätzlich kann die Fähigkeit als Totverweiser oder Totverbeller geprüft werden. Die Prüfung kann einmal wiederholt werden.

Bei der Schweißprüfung muss der Parson Russell Terrier auf einer festgelegten Strecke von 1.000 Metern eine künstliche Schweißfährte erkennen und dabei anzeigen, wo sich Spuren des kranken oder verendeten Wildes befinden.

Die Kosten für die Hundeprüfungen sind je nach Bundesland und nach Prüfungskommission unterschiedlich. Für die Prüfungen werden ein Nenngeld für die Anmeldung und eine Prüfungsgebühr erhoben. Insgesamt kann bei einer Prüfung mit Kosten von ca. 100,00 € gerechnet werden.

Welche jagdlichen Leistungskennzeichen gibt es?

Für den Parson Russell Terrier gibt es unterschiedliche jagdlichen Leistungskennzeichen. Sie werden über eine Prüfung getestet und bei Bestehen der Prüfung vergeben. Generell ist es möglich, dass ein Hund eine Prüfung einmal wiederholt, wenn er durchgefallen ist. Die Leistungskennzeichen teilen sich auf in „Erdhund Fuchs“ (EF), „Erdhund Dachs“ (ED), Schweißhund (SwH), Saujäger (SJ) und Lautjäger (Lt). Der Besitzer entscheidet, welche Prüfungen der Hund ablegen soll. Es wird jedoch empfohlen, den Hund in allen Bereichen zu testen und seine Reaktionen zu perfektionieren, damit er als Jagdhund geeignet ist.

Erfordernisse für jagdliche Leistungskennzeichen wie: Erdhund – Fuchs, Erdhund – Dachs, Schweißhund, Saujäger, Lautjäger

Damit der Parson Russell Terrier die jagdlichen Leistungskennzeichen Erdhund – Fuchs oder Erdhund – Dachs erhalten kann, müssen diese Wildarten bei der Arbeit im Bau erfolgreich bejagt werden. Dies geschieht in einer praktischen Prüfung.

Um das Leistungskennzeichen als Schweißhund zu erhalten, muss der Hund auf einer künstlich gelegten Fährte Spuren von krankem oder verendetem Wild anzeigen.

Für das Leistungskennzeichen als Saujäger kommt es auf die Einzelleistung des Parson Russell Terriers an. Der Hund muss eine besondere Leistung erbringen, die mehr als nur die normale Mitarbeit an einer Drückjagd ausmacht.

Das Kennzeichen als Lautjäger kann der Parson Russell Terrier erhalten, wenn er bei der Jagd auf Haarwild spur- und lautsicher jagt.

Zucht der Parson Russell Terrier

Wie ziehe ich einen Parson Russell Welpen auf?

Ein Parson Russell Terrier kann bereits im Alter von 6 bis 8 Wochen von der Mutter abgesetzt werden. Sinnvoll ist der Welpenkauf in diesem Alter, denn so kann bereits frühzeitig mit der Erziehung begonnen werden.

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Der Parson Russell Terrier ist ein sehr intelligenter Hund, allerdings sollte er richtig erzogen werden. Bereits im Welpenalter wird der Grundstein für die richtige Erziehung gelegt. Sinnvoll ist daher der Besuch einer Welpen- oder Junghundeschule. Ist der Hund bereits älter als 16 Wochen, kann man Versäumtes in der Erziehung kaum noch nachholen. Der Hund sollte möglichst frühzeitig an der Leine laufen lernen und Kommandos beherrschen.

Im Welpenalter kommt es auf die richtige Fütterung an. Ein Welpe benötigt eine andere Fütterung als ein erwachsener Hund. Im Handel wird spezielles Welpenfutter angeboten. Wer seinen Hund vorwiegend mit Trockenfutter ernähren will, der findet im Handel Trockenfutter für Welpen und kann später auf Trockenfutter für erwachsene Hunde umsteigen. Besonders gut ist allerdings die Ernährung nach BARF. Dementsprechend erhält der Hund bereits vom Welpenalter an biologisch artgerechtes Futter. Der Parson Russell Terrier, von Geburt an ein Fleischfresser, bekommt bereits frühzeitig rohes Fleisch und Innereien. Die Fütterung von rohem Schweinefleisch ist jedoch in jedem Alter zu vermeiden, denn Schweinefleisch kann ein gefährliches Virus enthalten. Die Fütterung mit Rindfleisch ist zu empfehlen. Werden Innereien gefüttert, sollte jedoch auf Leber verzichtet werden, da sie viele Giftstoffe enthält. Beim Übergang zum Erwachsenenalter können bereits Knochen gegeben werden. Um dem Welpen mit Vitaminen zu versorgen, kann neben Fleisch rohes Gemüse gefüttert werden, z.B. Möhren, Gurken oder Broccoli. Allerdings ist darauf zu achten, dass der Hund nicht zu viele Kalorien bekommt.

Der Parson Russell Terrier hat einen sehr großen Bewegungsdrang. Da er intelligent ist, will er schon frühzeitig seine Umgebung erkunden. Beim Kauf eines Welpen sollte man daher darauf achten, dass man dem Hund einen großen Auslauf und viel Bewegung bieten kann. Will man alle Eigenschaften, zu denen neben der Intelligenz des Hundes der stark ausgeprägte Jagdtrieb gehört, ausnutzen, so sollte man dem Hund ein hohes Maß an Bewegung gewähren. Bereits mit der Anschaffung sollte man daher mit altersgerechten Spaziergängen beginnen.

Bei der Pflege reicht es, wenn das Fellkleid einmal wöchentlich gebürstet wird. Schon frühzeitig sollten die Ohren auf Ohrenentzündungen kontrolliert werden. Damit es nicht zu Ohrenentzündungen kommt, sollten die Haare in den Ohren bereits im Welpenalter regelmäßig gekürzt werden.

Woran erkenne ich einen guten Züchter?

Wer sich nun für einen Parson Russell als Rasse entschieden hat und einen Hund vom Züchter kaufen möchte, der sollte sich im Vorfeld sehr gut über den jeweiligen Züchter informieren. Gerade wenn es um den Bereich Hundezucht geht, gibt es wirklich große Unterschiede. Seriöse Züchter, züchten mit bestem Gewissen und sorgen immer dafür, dass es ihren Hunden und den Welpen stets gut geht. Sie scheuen keine Kosten und Mühen, um für ihre Hunde zu sorgen und suchen für die Welpen mit großem Bedacht die neuen Besitzer aus. Unseriöse Züchter hingegen sehen die Hunde nur als Geldmaschine und legen kaum Wert drauf, wer am Ende den Welpen kauft.

Informieren ist wichtig

Viele Parson Russell Züchter nutzen das Internet um ihre Hunde, die Welpen und sich selbst zu präsentieren. Auf der Homepage des Züchters können Käufer alle nötigen Informationen entnehmen und bei Fragen den Züchter kontaktieren. Als Käufer kann das Internet auch genutzt werden, um weitere Recherchen über den ausgesuchten Züchter zu nutzen. Kommen nun ein paar Züchter in die engere Auswahl ist es wichtig, sich als Käufer selbst ein Bild von der Umgebung der Hunde und dem Züchter zu machen. Es lohnt sich, auch lange Fahrtstrecken mehrmals in Kauf zu nehmen, denn seriöse Züchter legen Wert auf den persönlichen Besuch und auch als Käufer eines Hundes sollte man bereit sein, die manchmal langen Wege für sein neues Familienmitglied in Kauf zu nehmen.

Faktoren eines guten Züchters

Anhand einiger Faktoren kann man einen guten Züchter auswählen. Dazu gehört zum Beispiel, dass der Züchter sich auf eine Rasse spezialisiert hat und nicht mehrere Rassen züchtet. Es sollte eine relativ kleine Zucht sein, bis maximal vier Zuchthündinnen, damit die Hunde auch im Familienanschluss leben können. Alle Hunde haben genügend Platz im Haus und im Garten und auch die Zwingeranlagen sind richtig sauber und geruchsfrei. Die Hundemutter sollte bei ihren Welpen sein. Vorsicht, wenn ein Käufer an einen Züchter gerät, der Welpen ohne Mutter mit fadenscheinigen Ausreden anbietet. Welpen gehören bis zur 12. Woche immer zu ihrer Mutter und sollten keinesfalls vorher von der Mutter getrennt und verkauft werden. Die Welpen selbst müssen einen gesunden, munteren und vor allem lebhaften Eindruck hinterlassen.

Was macht einen guten Zuchtrüden aus?

Wer selbst Parson Russell Terrier züchten will, wählt die besten und die gesündesten Tiere als Zuchttiere aus. Ein guter Zuchtrüde muss viele Anforderungen erfüllen. Dabei kommt es nicht nur auf die Gesundheit, sondern zusätzlich auf besondere Charaktereigenschaften, Intelligenz und äußere Eigenschaften an, damit er diese an seine Nachkommen weitergeben kann.

Bevor ein Rüde für die Zucht verwendet wird, muss er gründlich vom Tierarzt untersucht werden. Ein guter Zuchtrüde darf keine Zahnfehler haben, zu denen ein Vor-, Rück- oder Kreuzbiss zählen. Zusätzlich wird der Rüde auf Erbkrankheiten untersucht. Dazu zählen die Patellaluxation und erblich bedingte Augenerkrankungen. Um ein- oder beidseitige Taubheit auszuschließen, muss der Rüde außerdem audiometrisch untersucht werden.

Ein wichtiger Punkt ist auch eine bestimmte Widerristhöhe. So ist beispielsweise die Spannbarkeit ein wichtiges Merkmal für die Zucht. Dabei geht es darum, dass der Hund mit seinem Körper einen Fuchs im Bau umspannen kann. Der Brustkorb sollte dabei nicht zu groß sein.

Rüden, die für die Zucht in Frage kommen, werden einem Wesenstest unterzogen. Der Wesenstest sollte im Alter von 6 bis 12 Monaten vorgenommen werden. In verschiedenen Situationen, unter optischen und akustischen Reizen, werden Bindung an den Führer, Temperament, Spieltrieb, Verhalten gegenüber Fremden, Verhalten gegenüber verschiedenen Umwelteinflüssen, Beute und Bringtrieb sowie Anzeichen von Scheue, Ängstlichkeit und Nervosität getestet.

Der Rüde muss schussfest sein, denn er ist ein Jagdhund. Er darf sich bei einem Schuss nicht erschrecken. Der Zuchtrüde muss eine Bauprüfung bestanden haben, da er ursprünglich zum Aufspüren von Füchsen im Bau eingesetzt wurde. Soll der Parson Russell Terrier für die jagdliche Zucht verwendet werden, muss er eine zusätzliche Jagdprüfung bestehen.

Vor der Zulassung zur Zucht sollte der Parson Russell Terrier Rüde auf einer Zuchtschau ausgestellt werden und mindestens die Formwertnote „Gut“ erhalten. Damit die Zucht seriös und nachvollziehbar ist, erstellt der Züchter außerdem eine Ahnentafel.

Welche Bestimmungen muss ich einhalten, um zu züchten?

Wer Parson Russell Terrier züchten möchte, muss bestimmte Bestimmungen einhalten. Dabei geht es in erster Linie um die Eigenschaften der Hunde.

Es ist von großer Wichtigkeit, dass der Hund vor dem Einsatz als Zuchttier tierärztlich untersucht wird. Dabei werden Zahnstellung und Erbkrankheiten, zu denen erbliche Augenkrankheiten, Patellaluxation und ein- oder beidseitige Taubheit gehören, untersucht. Um zu züchten, muss ein Nachweis über diese Untersuchungen vorliegen. Der Hund sollte eine bestimmte Widerristhöhe haben und über eine bestimmte Spannbarkeit verfügen.

Damit man züchten kann, müssen die Zuchttiere bestimmte Prüfungen bestehen. Sie werden einem Wesenstest unterzogen und auf Schussfestigkeit getestet. Sollen die Hunde für die Jagd gezüchtet werden, ist es unumgänglich, dass die Zuchttiere umfassende Jagdeignungsprüfungen, zu denen die Bauprüfung gehört, bestehen.

Wichtig ist auch eine Ahnentafel. Um nachzuweisen, dass die Tiere tatsächlich von den in der Ahnentafel aufgeführten Hunden abstammen, werden sie einem DNA-Test unterzogen. Die Zuchttiere müssen die Bedingungen, die im FCI Rassestandard festgelegt sind, erfüllen.

Beim KFT, dem Klub für Terrier, wird eine Phänotypbestimmung vorgenommen. Diese Phänotypbestimmung kann auch beim PJRTCD, dem Parson Jack Russell Terrier Club Deutschland, durchgeführt werden. Dabei wird die Reinrassigkeit der Hunde bestimmt.
Für die Zulassung zur Zucht muss der Hund an mindestens zwei Ausstellungen teilnehmen und dabei jeweils mindestens mit „Sehr gut“ bewertet werden.

Damit man züchten darf, ist bei der Zuchtkommission ein Antrag auf die Zuchtzulassung zu stellen und alle erforderlichen Unterlagen einzureichen. Für Züchter ist die Organisation in einem Club oder einem Verein sinnvoll.

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